"Ich kann was!" - Junge Menschen planen mit!

 

Das Projekt „Junge Menschen planen mit!“ verfolgte im wesentlichem die Förderung von fünf zentralen Kompetenzen: Selbstbestimmung, Demokratieverständnis, Teamfähigkeit, verantwortungsvoller Umgang mit Geld und rhetorischen Fähigkeiten.

Die Projektgruppe traf sich einmal wöchentlich im Stadtteilbüro im Stadtteil Stadtsee. Das Team bestand aus sieben Kindern, drei Jungs und vier Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren. Davon hatte eins der Mädchen einen Migrationshintergrund. Die Kinder stammten allesamt aus dem sozialen Brennpunkt Stadtsee III in Stendal. Sie besuchen zusammen alle die Sekundarschule „Wladimir Komarow“, die ebenfalls im Stadtgebiet Stadtsee III liegt.

Bei unserem ersten Treffen mit den Kindern war es uns wichtig, dass wir uns alle einander kennenlernen um eine harmonische Atmosphäre zu schaffen, in der wir uns voll und ganz auf das Projekt konzentrieren können. Dabei lernten sich die Kinder untereinander kennen, lernten uns kennen und wir stellten ihnen unser Projekt vor. Nach der Projektvorstellung hatten die Kinder bereits zahlreiche Vorschläge, was sie mit dem vorhandenen Budget anstellen wollten. Gleichzeitig erklärten wir den Kindern, dass die Verwendung des Budgets an vier Kriterien geknüpft ist: die Investition muss für jedes Kind zugänglich sein (auch wenn es nicht an diesem Projekt teilnimmt), eine Nachhaltigkeit sollte gewährleistet sein (möglichst lange Lebensdauer), Ausschließung der Gefahr von Verletzungen und Beachtung des vorhandenen Budgets von 1.500€.

Nach einigen Treffen wurden uns bereits eine Vielzahl verschiedener Ideen und Möglichkeiten von Seiten der Kinder herangetragen, die wir anschließend durch den „Kreis der Entscheidungen“ durchlaufen ließen. Der „Kreis der Entscheidungen“ bestand aus den obengenannten Kriterien. Die Kinder erkannten und lernten, dass sich somit nicht jedes von ihnen vorgeschlagenes Vorhaben realisieren lässt.

Nach dem „Kreis der Entscheidungen“ waren es noch zwei Vorhaben, die alle vier Kriterien erfüllten und somit in die engere Auswahl kamen: die Sanierung eines Hundezwingers im städtischen Tierheim oder die Verschönerung der Hundefreilauffläche im Stadtteil Stadtsee III in Stendal.
Sie einigten sich durch eine weitere demokratische Abstimmung auf die Installation von Geräten auf der Hundefreilauffläche. Hierbei handelte es sich um: eine Hundewippe, eine Parkbank (Festmontage) und eine Gerätebox. In Eigenrecherche haben die Kinder sich Angebote verschiedener Anbieter eingeholt, hierbei lag besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des vorhanden Budgets von 1.500€.

Perspektive:

In Kürze werden die Gegenstände für die Hundefreilauffläche bestellt und im Bauhof der Stadt Stendal zwischengelagert. Nach Aussagen des Planungsamtsleiters werden die Gegenstände in nächster Zeit (witterungsabhängig) auf der Auslauffläche in Zusammenarbeit mit den Kindern montiert. Zu diesem Anlass wird die lokale Presse vor Ort sein. Desweiteren übernehmen die Kinder einen Schlüsseldienst zur Ausgabe von Gerätschaften und Hundespielzeug aus der Gerätebox. Hierzu haben sie sich einen monatlichen Zeitplan ausgearbeitet, der vor sieht, dass die Box jeden Montag von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist und von den Kindern betreut wird.

gefördert durch:

Projektzeitraum: 12/2010 - 12/2011